Mittwoch, 11.Mai 2016

Reformpädagogik: Auf den Spuren von Friedrich Fröbel

Autor(in): Roman Obst
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Klax Geschäftsführer Antje Bostelmann und Gerrit Möllers waren letzte Woche einer Einladung des Neuen Thüringer Fröbelvereins (NTFV) ins thüringische Keilhau bei Rudolstadt gefolgt. Dort nahmen sie an einem Symposium zum Reformpädagogen Friedrich Fröbel teil. Gemeinsam mit etwa 30 britischen und deutschen Pädagog/innen besuchten sie die drei wichtigen Orte aus dem Leben von Friedrich Fröbel (1782- 1852), der als Erfinder des Kindergartens und des Erzieherinnenberufes gilt.Auf dem Besuchsplan standen das Geburtshaus in Oberweißbach, die erste Fröbelschule in Keilhau und das Fröbelmuseum im ersten Kindergarten der Welt in Bad Blankenburg. Fröbel ist für alle Kindergartenpädagog/innen von besonderer Bedeutung, da er die erste Ausbildungsstätte für Erzieher/innen gegründet hat.

„Seine Forderung, das Kind als Individuum zu begreifen und entsprechend seiner Anlagen zu fördern, wurde später in den verschiedenen Phasen der Reformpädagogik immer wieder aufgegriffen und ist bis heute nicht vollständig erfüllt“, beurteilt Antje Bostelmann die Bedeutung seiner Pädagogik.

Weiterhin von großem pädagogischen Nutzen sind die von Fröbel entwickelten Spielmaterialien für Kinder. Die sogenannten „Fröbelgaben“ sollen das Kind unterstützen, die Welt zu entdecken und zu verstehen. Fröbel entwickelte sie nach aufmerksamen Beobachtungen des frühkindlichen Spielens und verband sie mit seinem Fachwissen über die naturwissenschaftliche Beschaffenheit der Welt. „Es ist bedauerlich, dass viele Pädagogen die Bedeutung und die genaue Anwendung der Fröbelgaben heute nicht mehr verstehen“, so Bostelmann. Umso achtbarer sei das Bemühen des NTFV, die Ideen und das Wirken von Friedrich Fröbel lebendig zu halten.

 
 

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